Ausstellungen - Veranstaltungen - Termine
Regionale und überregionale Aktivitäten der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft, Sonderausstellungen des Deutschen Hugenotten-Museums und weitere bundesweite Veranstaltungen zum Thema werden hier angekündigt.
Saisonstart im Deutschen Hugenotten-Museum

Seit dem Saisonstart des Deutschen Hugenotten-Museums im April in Bad Karlshafen erwarten die Besucher diverse Neuerungen in der Dauerausstellung. Wichtigste Innovation ist eine Texttafel zum Thema "Hugenotten in aller Welt", ein Themenbereich der bislang im Museum zu kurz kam. Ferner gibt es im 1. Stock eine neue Texttafel zum Thema "Der französische Protestantismus vom 18. bis 21. Jahrhundert". Im 2. Stock wurde der Bereich "ländliche Hugenotten" optisch stärker vom Bereich "Hugenottisches Handwerk" getrennt und im Museumsshop wurde über dem Ausgang ein altes Straßenschild aus Insterburg/Ostpreußen mit der Inschrift "Calvinstraße" angebracht. Finanzielle Förderung für die Neuerungen gab dankenswerterweise der Museumsverband Hessen e. V.
Treppenhausausstellung im Deutschen Hugenotten-Museum - Bilder zur Bartholomäusnacht - verlängert bis Juni 2026
Die Bartholomäusnacht (auch Pariser Bluthochzeit), die sich 2022 zum 450. Mal jährt, gilt als das erste Progrom der frühen Neuzeit. Es fand in der Nacht vom 23. zum 24. August 1572, dem Bartholomäustag, statt. Admiral Gaspard de Coligny und weitere Führer der Hugenotten wurden dabei ermordet. Sie waren anlässlich der (vermeintlichen der Versöhnung dienenden) Hochzeit des Protestanten Heinrich von Navarra (des späteren Königs Heinrich IV.) mit der katholischen Königstochter Margarete von Valois in Paris versammelt.
In derselben Nacht wurden weitere tausende Protestanten in Paris und in den Folgetagen frankreichweit ermordet. Das Morden löste europaweit, insbesondere in den protestantischen Ländern, Entsetzen aus. Papst Gregor in Rom begrüßte jedoch das Progrom. Die Bartholomäusnacht ist ein zentrales Datum in der Geschichte Frankreichs im 16. Jahrundert und tief im kollektiven Gedächtnis der Franzosen im Allgemeinen und der französischen Protestanten im Besondereren verankert.

Eine Neuerwerbung ist die von ddem österreichischen Maler, Grafiker, Autor und Bilderbuchillustrator Ernst Kutzer gezeichnete Künstlerpostkarte "Die Bartholomäusnacht, Pris, 1572". Sie entstammt der zehnteiligen religionskritischen Serie "Im Zeichen der Religion", um 1920.
Das Massaker in der Bartholomäusnacht ist ein erstaunlich häufig sowohl in der Literatur als auch der bildenden Künste behandeltes Motiv.
In einer kleinen Sonderausstellung im Treppenhaus des Deutschen Hugenotten-Museums (der Sonderausstellungsraum steht leider aktuell nicht zur Verfügung) werden vom 12. August 2022 an zahlreiche Darstellungen und Publikationen zum Thema präsentiert. Darunter befinden sich neben den klassischen Bildern von Giorig Vasari, Francois Dubvois oder Franz Hogenberg und etliche eher unbekannte Darstellungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Viele davon konnten in jüngster Zeit von der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft für das Museum erworben werden. Die Ausstellung wird bis ins Jahr 2023 hinein gezeigt.
1. September 2026 bis 31. Oktober 2027
Treppenhausausstellung: Sophie Dorothea (* 1666; + 1726), die "Prinzessin von Ahlden"

Vom 1. September 2026 an präsentiert das Deutsche Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen im Treppenhaus auf 12 Tafeln und in zwei Vitrinen die Ausstellung Sophie Dorothea (* 1666; + 1726), die "Prinzessin von Ahlden". Tochter der hugenottischen Herzogin Eléonore d'Olbreuse und Vorfahrin Charles III, König des Vereinigten Königreichs. Gefördert wird die Ausstellung vom Hessischen Museumsverband.
Prinzessin Sophie Dorothea, die Tochter der Hugenottin Eléonore d'Olbreuse und von Georg Wilhelm, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, hätte britische Königin werden können - doch ihre Affäre mit dem Grafen Königsmarck wurde der jungen Kurprinzessin von Hannover zum Verhängnis. Ihr Liebhaber wurde ermordet, sie selbst bis zu ihrem Lebensende in ein Schloss gesperrt. Vor 300 Jahren ist sie gestorben.
2026: "Chodowiecki 300"

Anlässlich des 300. Geburtstags von Daniel Nikolaus Chodowiecki (* 16. Oktober 1726 in Danzig; + 7. Februar 1801 in Berlin) entstand ein internationales und sammlungsübergreifendes Verbundprojekt. In Kooperation erstellten mehrere Museen einen gemeinsamen Programmflyer, der mit dem hier gezeigten Logo Mitte 2026 erscheint. U.a. beteiligt sind die Akademie der Künste (Berlin), Deutsches Historisches Museum (Berlin), Deutsches Hugenotten-Museum (Bad Karlshafen), Gleimhaus (Halberstadt), Hugenottenmuseum (Berlin), Kunstsammlung der Veste Coburg, Kupferstichkabinett - Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstich-Kabinett Staatliche Kunstsammlungen (Dresden), Kupferstichkabinett Staatliches Museum (Schwerin), Nationalmuseum Gdansk, Schloss Neuhardenberg, Stadtmuseum Berlin, Stadtmuseum Gdansk. Am 14./15. Oktober 2026 soll zudem in Berlin eine große Tagung zu Chodowiecki stattfinden. Infos unter: www.chodowiecki300.de
Bereits vorher eröffnete das Deutsche Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen am Internationalen Museumstag (17. Mai 2026) seine erweiterte Dauerausstellung zu Daniel Nikolaus Chodowiecki.

Im Mittelpunkt steht das neu erworbene Ölgemälde "Toleranz". Weitere Highlights sind ein um 1750 gezeichneter Frauenakt sowie eine Tuschzeichnung, die eine Gesellschaft junger Leute beim Federballspiel im Park zeigt. Erstmals gezeigt wird auch ein Aquarell von Suzette Chodowiecki (Suzette Henry), welches 2025 der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft geschenkt wurde. Ergänzt wird die Schau durch zahlreiche weitere Druckgrafiken des Künstlers sowie seiner Familie. Diese Exponate stammen größtenteils aus der umfangreichen Sammlung von Jochen Desel +, die dem Museum 2025 vermacht wurde. Frau Dr. Ursula Fuhrich-Grubert (Berlin) hat inzwischen mit der Inventarisierung der weit über 2.000 Objekte zu Chodowiecki begonnen. Ein Zwischenergebnis wird sie auf der zuvor genannten Tagung in Berlin vorstellen.
 Gesellschaft junger Leute beim Federballspiel im Park Tuschzeichnung von Daniel
Nikolaus Chodowiecki (Deutsches Hugenotten-Museum)
 Aktzeichnung auf Bütten, 40 x 54 cm, nach 1750 Ursprünglich im Besitz der Chodowiecki-Tochter Suzette (Deutsches Hugenotten-Museum)
2. bis 4. Juli 2027 54. Deutscher Hugenottentag in Leipzig
Das Programm folgt Ende 2026
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